Bärlauch (Allium ursinum)

Wirkung:
reinigend, harntreibend, rötend, blutdrucksenkend, antiseptisch, blutreinigend, antibakteriell, antibiotisch, cholesterinspiegelsenkend

Anwendungsbereiche:
Arteriosklerose – Arterienverkalkung, Gefäßverkalkung, Magen- und Darmkatarrh, Bronchitis, Eisenmangel, Magenreinigung, Blutreinigung, Hautleiden, Wurmbefall, Darmbeschwerden, verbessert den Blutfluss, beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor

Verwendete Pflanzenteile:
alle Teile vom Bärlauch können verwendet werden

Sammelzeit:
Blätter im April vor der Blüte; Zwiebeln im Hochsommer, wenn das Kraut abgestorben ist. Aufgepasst werden sollte beim sammeln, das man in keinem Tollwut gebiet sammeln geht. Der Bärlauch wird häufig mit den Eiern des Fuchsbandwurms Echinococcus infiziert. Die Würmer können selbst Jahre später noch zu gefährlichen Wucherungen in der menschlichen Leber führen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft ihn in der Apotheke oder in Lebensmittelgeschäften.

Zu finden:
In Auwäldern und humusreichen Laubwäldern bis 1500 Meter.

Inhaltsstoffe:
Allicin, Vitamin C, Ätherisches Öl: Vinylsulfid, Merkaptan, Mineralsalze, Eisen, Glycoside, Fructosane

Sonstiges:

Der Bärlauch ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die etwa 20 bis 30 Zentimeter hoch wird. Die schlanke weiße Zwiebel ist 2 bis 4 Zentimeter lang und von durchsichtigen Häuten umgeben. Der Blütenstandsstiel ist dreikantig bis rund und hat meist zwei oder drei Laubblätter. Die Blätter sind 2 bis 5 Zentimeter breit, die Oberseite glänzt dunkelgrün und die Unterseite ist matt. Die Blattachse knackt beim verknicken. Die Blütezeit ist von April bis Mai. Die Blüten sind sternförmig und stehen in einer flachen Scheindolde und haben einen radiärsymmetrischen Aufbau. Das Perigon besteht aus sechs weißen Blütenhüllblättern. Die Staubblätter sind kürzer als die Blütenhüllblätter und der Griffel hat eine einfache Narbe. Die Samen sind schwarz. Der Bärlauch riecht nach Knoblauch.

Bärlauch (Allium ursinum) wurde bereits im Mittelalter, wegen seines starken Geruchs gegen Vampire und Blutsauger genutzt. Er vertreibt böse Geister.

In der Küche wird der frische Bärlauch in Salaten oder Suppen verwendet. Einfrieren sollte man ihn nicht, da die Qualität darunter leidet. Die Zwiebel wird zerdrückt oder zerkleinert und wird wie Knoblauch verwendet. Die Zwiebeln können auch in Öl eingelegt werden und so kann man ihn für den Winter konservieren. Alles am Bärlauch ist essbar.

Der Bärlauch ist an Wirkung besser wie der Knoblauch. Das liegt an das Thiosulfinat, was ein hochwirksames Medikament gegen Pilze und Bakterien ist. Und Bärlauch schlägt sich weniger in dem Atem- und Körpergeruch nieder.

Er ist eine Einschleuserpflanze für Eisen.

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Bild: Wikipedia, Lisa Carter, CC BY-SA 3.0

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