Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus)

auch Pontische Lorbeer-Kirsche oder im Volksmund Kirschlorbeer oder Lorbeer-Kirsche

Giftig

Wirkung:

giftig

Anwendungsbereiche:

keine bekannt

Verwendete Pflanzenteile:

Sammelzeit:

Zu finden:

ist heimisch in Südosteuropa. Der Kirschlorbeer gedeihen auf Mangelstandorten und ist weitgehend frosthart.

Die Lorbeer-Kirsche kann sich in kurzer Zeit durch Selbstaussaat weit verbreiten; daneben werden die Samen durch Vögel oder durch irreguläre private Entsorgung von Pflanzenresten in der freien Natur verbreitet. Dies ist besonders problematisch, da sich der Neophyt im Unterholz europäischer Wälder ausbreitet und die einheimische natürliche Vegetation verdrängt. Die rasche Ausbreitung erfolgt häufig unbemerkt, wodurch er sich in Gebieten etabliert, in denen er nicht heimisch ist. Die Lorbeer-Kirsche konkurriert effektiv um Nährstoffe, Licht und Raum, was vor allem für empfindliche Pflanzenarten eine ernsthafte Bedrohung darstellt. Die Diversität der heimischen Flora leidet unter dieser Invasion, da viele einheimische Arten nicht mit der Anpassungsfähigkeit der Lorbeer-Kirsche mithalten können. Darüber hinaus kann die Überhandnahme dieser Neophyten auch das Ökosystem und die Artenvielfalt in diesen Wäldern nachhaltig beeinträchtigen, was langfristig zu einem Ungleichgewicht in der Natur führen könnte.

So steht die Lorbeer-Kirsche auf der Schwarzen Liste invasiver Arten und sollte in Europa nicht angepflanzt werden. Aufgrund dessen ist es ab 1. September 2024 in der Schweiz verboten, Lorbeerkirschen zu verkaufen, zu verschenken oder sie in die Schweiz einzuführen. (Wikipedia)

Inhaltsstoffe:

Prunasin, ein cyanogenes Glykosid;  Blausäure

Sonstiges:

Die Lorbeer-Kirsche ist ein immergrüner Strauch oder Baum, der bis zu 7 Meter hoch wird und mäßigen Frost trotzt. Ihre Laubblätter sind bis zu 15 cm lang, dunkelgrün und glänzend, während die Blüten von April bis Juni erscheinen. Die Blüten sind weißlich, zwittrig und radiärsymmetrisch. Die Kirschen sind eiförmig bis rundlich, glänzend und erreichen Größen von 12–16 mm; sie sind zunächst grün und reifen zu rot und später zu schwarz.

🛑 Aufgrund der Giftigkeit kann es nach dem Verzehr von Blättern oder einiger weniger zerkauter Samen zu Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen und Krämpfen kommen, was in vielen Fällen eine sofortige medizinische Intervention erforderlich macht. Die Symptome können sich schnell entwickeln und intensiver werden, wenn mehr als zehn zerkaute Samen konsumiert werden. In solch schweren Fällen besteht die ernsthafte Gefahr, dass es zum Tod durch Herz- oder Atemstillstand kommt, wodurch das Bewusstsein über die Risiken des Verzehrs dieser Pflanzenteile von entscheidender Bedeutung ist. Es ist wichtig, diese Gefahren zu erkennen und im Falle einer Überdosierung umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um potenziell fatalen Folgen zu entgehen.

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In der Küche, in der Türkei wird das Fruchtfleisch der Kirschen für Marmelade oder Gelee verwertet, denn beim Kochen werden die giftigen Blausäureverbindungen zerstört. Ich empfehle trotzdem keine Verwendung.

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