Wirkung:
kühlend, entzündungshemmend, fiebersenkend
Anwendungsbereiche:
Wunden, Prellungen, Sonnenbrand, Insektenstiche, Entzündungen, Fieber
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Rinde
Sammelzeit:
Frühjahr bis Herbst
Zu finden:
An Straßen, Parks und Alleen manchmal auch in Gärten.
Inhaltsstoffe:
Mineralstoffe
Sonstiges:
Der Spitz-Ahorn ist ein Laubbaum, der 20 bis 30 Meter hoch wird, selten bis über 35 Meter. Er hat einen Stammdurchmesser von bis zu 60 Zentimetern, manchmal auch mehr. Der Baum kann bis zu 200 Jahre alt werden. Die Rinde ist glatt und braun in der Jugend, später dunkelbraun bis grau und rissig. Bei Verletzungen tritt Milchsaft aus den Blättern und jungen Zweigen aus. Die Blattknospen sind weinrot und 3 bis 10 Millimeter lang. Die Blätter sind handförmig, meistens fünf- bis siebenlappig, mit spitzen oder geschwänzten Lappen. Die obere Blattseite ist dunkelgrün und glänzend, die Unterseite heller und behaart. Im Herbst färben sich die Blätter intensiv goldgelb bis tiefrot. Die Blüten erscheinen vor den Blättern und sind gelb-grün bis blassgelb mit fünf Blütenblättern. Der Spitzahorn produziert geflügelte Früchte, die im Oktober reif sind.
Der Spitz-Ahorn ist in deutschen Städten oder Dörfern einer der häufigsten Baumarten. Auffällig ist er besonders im Frühling, wenn eine Vielzahl gelbgrüner Blütenstände noch vor dem dunkleren Laubaustrieb die Straßen, Alleen und Parks in ein frisches, helles Grün taucht.
Früher hat man den Baum auch als „Speisebaum“ bezeichnet und vielseitig verwendet. So wurde im Frühjahr, ähnlich wie bei Birke und Kiefer, die Rinde angezapft, um den Blutungssaft zu gewinnen. Diesen Baumsaft hat man frisch getrunken, zu Sirup eingedickt oder als Wein gegoren. Aus den Blätter wurde ein Salat gemacht, oder er wurde zu Sauerkraut vergoren und frisch oder getrocknet als Viehfutter verwendet.
In der Küche werden die jungen, zarten Blätter roh oder gegart gegessen und sind eine milde Grundlage für Salate, Suppen und verschiedene Gemüsegerichte. Die Blüten sind eine essbare Dekoration, die Salate oder andere Speisen bereichern. Die frischen Keimlinge können in Essig und Öl eingelegt oder in Butter mit etwas Salz und Pfeffer gebraten werden.
Aus dem Holz des Baumes werden unter anderem Werkzeuge, Stiele, Hobelkästen, Werkzeugbänke, Bögen sowie Gewehrschäfte, Spazierstöcke oder Schlittenkufen gefertigt.
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