Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre)

auch Scharfe Fetthenne

Giftig

Wirkung:

kühlend, schmerzlindernd, adstringierend, blutdrucksenkend, abführend, hautrötend, wurmtreibend, wundheilend

Anwendungsbereiche:

kleinere Wunden, Warzen, Hühneraugen, Verbrennungen, Hautausschläge, Bluthochdruck, Blutungen

Sollte Aufgrund der Giftigkeit nicht verwendet werden!

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter, schleimartiger Saft

Sammelzeit:

Frühjahr und Sommer

Zu finden:

Auf sonnigen Felslagen, Trockenrasen, an Bahndämmen, Kiesgruben und Kiesdächern.

Inhaltsstoffe:

Alkaloide Sedacrin, Sedinin, Flavonoide, Schleimstoffe, Vitamin C, Gerbstoffe

Sonstiges:

Scharfer Mauerpfeffer ist eine ausdauernde Pflanze und kann 5 bis 15 cm hoch werden. Die eiförmigen, dickfleischigen (sukkulent) Laubblätter werden vier Millimeter lang und zwischen zwei und vier Millimeter breit, wobei die Blätter meist unter der Mitte am breitesten sind. Die Blätter schmecken nach einigem Kauen meist scharf, wovon sich auch der volkstümliche Name ableitet. Verantwortlich für die Schärfe ist das Sedum-Alkaloid Sedamin. Die Blüten erscheinen in bei 1 bis 4 Millimeter langen Stielen mit fünf sternförmigen, goldgelben Blütenblättern. Die Kelchblätter messen 3 Millimeter und sind stumpf, während die Kronblätter spitz bis zugespitzt sind und 6 bis 8 Millimeter lang werden. Die Blütezeit ist von Juni bis August, wobei sich fünf Balgfrüchte pro Blüte entwickeln, die von Juli bis August reifen. Diese messen 3 bis 5 Millimeter und enthalten hellbraune, 0,8 Millimeter lange, längsrunzelige Samen.

🛑 In größeren Mengen kann der Scharfe Mauerpfeffer giftig wirken, daher sollte nicht zu viel davon gegessen werden. Der Saft kann bei manchen Menschen Hautreizungen hervorrufen. Andere Berichte legen nahe, dass keine Vertreter dieser Gattung giftig sind. Die Blüten sind gelb, was darauf schließen lässt, dass die Blätter in großen Mengen Magenverstimmungen hervorrufen können. (Durch Tierexperimente weist der Pharmakologe Jüngst 1888 nach, dass die Pflanze ein ausgesprochenes Gift für das Zentralnervensystem darstellt. Er isolierte ein Alkaloidgemisch, welches er Sedin nannte. 1945 gelang es dem Kanadier Marion, geringe Mengen Nikotin und Sedamin, das erste Sedumalkaloid, zu isolieren. Danach wurden noch viele weitere Alkaloide in der Pflanze gefunden. Als weitere Wirkstoffgruppen des Scharfen Mauerpfeffers wurden im 20. Jahrhundert Flavonoide bzw. deren Glycoside entdeckt und nachgewiesen. (Wikipedia)

In der Küche können die Blätter sparsam als Gewürz verwendet werden. Sie schmecken ingwer- bis pfefferartig.

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