Sehr Giftig
Wirkung:
stark abführend, brechreizerregend, harntreibend, rheumawirksam
Anwendungsbereiche:
Homöopathie: Fieber, Gebärmuttererkrankungen, Asthma, schlecht heilende Wunden, Rheuma, Gicht, Muskelschmerzen
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Sammelzeit:
im Frühjahr vor der Blüte
Zu finden:
Manchmal zu finden in Hecken, Zäunen, in der Nähe von altem Mauerwerk und an Waldrändern mit dichtem Gebüsch.
Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe, Bryonin, Saponine, Harz
Sonstiges:
Die Rotfrüchtige Zaunrübe ist eine ausdauernde Kletterpflanze mit einer rundlichen Wurzel. Die Stängel sind 2 bis 4 Meter lang und rau durch Knötchen und Borsten. Die Ranken sind einfach, und die wechselständig angeordneten Laubblätter haben einen kurzen Blattstiel. Die Blattspreite ist bis zu 10 Zentimeter groß, fünfeckig und hat fünf Lappen. Beide Seiten der Blätter sind behaart. Die Pflanze ist zweihäusig, was bedeutet, dass es separate männliche und weibliche Blüten gibt. Die Blütezeit ist von Juni bis September, und die Blüten sind grün und produzieren Nektar. Die Beeren sind zunächst grün und werden später scharlachrot, kugelig und etwa 6 bis 7 Millimeter groß.
🛑 Die Zaunrübe ist stark giftig und darf nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden. Sie hat eine abführende Wirkung, ist aber auch ein schmerzlinderndes Rheumamittel.
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Der kletternden Giftpflanze schrieb man wegen ihrer mächtigen Rübenwurzel Zauberkräfte zu.
Hildegard von Bingen: Ihre Wärme ist gefährlich, außer an einem Ort, wo Gift bereitet wird. Denn selbst ihr Geruch tötet, wenn sie gebraten wird. Wer aber Füße hat, die durch Geschwüre wund geworden sind, der koche die Zaunrübe in Wasser. Dann gieße das Wasser weg und gebe die Rübe auf seine Füße, wo sie aufgebrochen sind. Dann wird alle Fäulnis vergehen und der Kranke wird geheilt.
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