Osterluzei (Aristolochia clematitis)

Giftig

Wirkung:

gewebebildend, wehenfördernd, anregend, rheumawirksam, wundheilend, harntreibend

Anwendungsbereiche:

Von einer Selbstanwendung wird abgeraten!!!

Schlangenbissen, zur Unterstützung der körpereigenen Abwehrkräfte nach einem Biss giftiger Tiere, fördert den Geburtsvorgang und die Menstruation, Rheuma, Quetschungen, Verbrennungen mit Blasenbildung, Geschwüre, schlecht heilende Wunden

Verwendete Pflanzenteile:

das Kraut

Sammelzeit:

Mai, Juni

Zu finden:

Wächst nur in sehr geschützten Gebieten, meist in Weinbaugebieten, an sonnigen Mauern, die Wärme lange speichern. Kommt aus dem Mittelmeerraum.

Inhaltsstoffe:

ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Aristolochiasäure

Sonstiges:

Die Gewöhnliche Osterluzei ist eine ausdauernde Pflanze, die 30 bis 100 Zentimeter hoch wird. Die kriechende Sprossachse bricht leicht, und das Rhizom ist stark verzweigt und verbreitet sich im Boden. Die Pflanze hat einen ungewöhnlichen, leicht fruchtigen Geruch. Die Laubblätter sind lang, herzförmig und tief geschnitten. Die Blütezeit in Europa ist von Mai bis Juni, und in den Achseln der oberen Blätter wachsen zwei bis acht gelbe Blüten. Die Blüten sind zygomorph, mit einer tütenförmigen Oberseite und einer behaarzten Blütenröhre, die sich nach unten zu einem bauchigen Kessel erweitert. Die Blüten fangen Insekten durch die behaarte Röhre. Nach der Bestäubung erschlaffen die Haare, und die Insekten können mit dem Blütenstaub entfliehen. Die Kapselfrucht ist zuerst grün und wird später schwarz, mit einem Durchmesser von 1 bis 2 Zentimetern.

🛑 Darf nicht während der Schwangerschaft genutzt werden. Vor Kindern geschützt aufbewahren! Als Heilmittel wurde Osterluzei aus dem Verkehr gezogen, sie soll, abgesehen von ihrer Giftigkeit, auch krebserregende Inhaltsstoffe besitzen und zu Nierenschäden führen.

In Deutschland wurden im Zuge eines Stufenplanverfahrens (vom 3. Juni 1981) alle „Human- und Tierarzneimittel, die unter Verwendung Aristolochiasäure-haltiger Pflanzen hergestellt werden“ als bedenklich eingestuft und deren arzneimittelrechtliche Zulassung wurde widerrufen. Dies gilt auch für Registrierungen sogenannter Homöopathischer Arzneimittel bis zur Potenzstufe D10. Damit sind Arzneimittel mit Osterluzei nicht mehr verkehrsfähig. (Wikipedia)

Die Osterluzei ist regional Bestandteil eines Pflanzengebindes bei der Kräuterweihe, die in manchen katholischen Gegenden an Mariä Himmelfahrt in der Kirche gefeiert wird. Diese besondere Tradition hat ihre Wurzeln in alten Bräuchen, die mit der Verehrung der Natur und den Kräften der Heilpflanzen verbunden sind. In vielen Gemeinden ist es Brauch, verschiedene Kräuter und wild wachsende Pflanzen zu sammeln, die dann in einer feierlichen Zeremonie geweiht werden. Die Weihe symbolisiert nicht nur die Dankbarkeit für die Gaben der Natur, sondern soll auch den Schutz und die Gesundheit der Gläubigen fördern. Die Farben und Düfte der Kräuter schaffen eine spirituelle Atmosphäre, die die Gemeinschaft während dieses wichtigen Festes verbindet.

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