Wirkung:
stopfend, reinigend, blutdrucksenkend, entzündungshemmend, beruhigend, schleimlösend, blutreinigend, harntreibend, adstringierend, stärkend, wundheilend
Anwendungsbereiche:
stärkt das Immunsystem, gegen freie Radikale, Verengung der Blutgefäße, wirken Blutgerinnsel entgegen, kräftigen das Bindegewebe, bei Durchfallerkrankungen wie Durchfall, Ruhr, Entzündungen der Schleimhäute des Mundes und Rachen, Halsschmerzen, Mundgeschwüre, Brustleiden, Husten, Zahnfleischschwund, Zahnfleischentzündung, Menstruationsbeschwerden, Heiserkeit, überanstrengte Stimme, Gallensteine, Hämorrhoiden, Blasenentzündung, Soor
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter und Früchte
Sammelzeit:
Blätter im Frühling bis Herbst,
Früchte im Herbst
Zu finden:
Überall auf Kahlschlägen, lichten Wäldern, Schuttplätzen, Wegböschungen und sonnigen Abhängen.
Inhaltsstoffe:
Vitamine, Ballaststoffe, Flavonoide, Fruchtsäuren, Mineralstoffe, Kupfer
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel getrocknete oder frische Blätter mit 200 ml siedendem Wasser übergießen und für 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen.
Brombeer-Arten sind wintergrüne Sträucher oder etwas verholzende, ausdauernde Pflanzen mit zweijährigen Zweigen. Die Zweige überleben den Winter, tragen Blüten und sterben nach der Fruchtbildung ab. Brombeeren sind Kletterpflanzen und erreichen zwischen 0,5 und 3 Meter Höhe; die Stängel sind stachelig und verholzen im Laufe der Zeit. Die Stacheln helfen beim Klettern und bieten Fraßschutz. Die Blätter sind wechselständig, bestehend aus einem Stiel und einer gefiederten Spreite, die drei-, fünf- oder siebenfächrig gezähnt ist. Die Blütezeit ist von Mai bis August, und im zweiten Jahr werden besondere Seitentriebe mit Blütenständen gebildet. Die Blüten sind radiärsymmetrisch, haben fünf Kelchblätter und meist fünf weiße, selten rosafarbene Kronblätter. Es gibt viele Staubblätter und Fruchtblätter. Die reifen Früchte sind meist blaue Sammelsteinfrüchte, die beim Kauen kleine Steine mit dem Samen enthalten. Im Gegensatz zur Himbeere bleiben die Früchte fest am Blütenboden. Die Fruchtreife erfolgt von August bis September, manchmal bis Oktober. Nach der Fruchtreife sterben die Triebe ab.
Die vegetative Vermehrung erfolgt durch Ausläufer, Wurzelsprosse und senkende Zweige, die bei Bodenkontakt bewurzeln.
Die saftigen Früchte eignen sich zum Frischverzehr und können in der Küche zu Marmelade, Gelee, Liköre, Wein, Süßspeisen und Säfte verarbeitet werden. Außerdem können sie zum Tiefkühlen konserviert werden. Die frischen jungen Blätter und Triebe können gehackt an Quarkspeisen und verschiedenste Gemüsegerichte gegeben werden. Später kann man die Blätter, genauso wie die Blüten für Tee trocknen.
Brombeerblätter, die in der ersten Maihälfte gepflückt werden, sind aufgrund ihres Geschmacks in vielen Tees enthalten und können als koffeinfreier Frühstückstee genutzt werden. Fermentierte Blätter der Brombeer-Arten ersetzen schwarzen Tee und der Brombeertee kann über längere Zeit ohne Gefahr getrunken werden.
Unter den Beerenfrüchten zählt die Brombeere zu den größten Provitamin-A-Lieferanten und ist ein Antioxidant (Schützt vor freie Radikale).
Wer viele Brombeerbüsche auf seinem Grundstück hat, dort meiden böse Geister und Hexen.
Brombeere ist eine Einschleuserpflanze für Kupfer.
Der Unterschied von Brombeerblätter und Himbeerblätter besteht darin, dass das Brombeerblatt auf der Unterseite genauso grün ist wie auf der Oberseite. Beim Himbeerblatt ist dies anders, diese haben auf der Unterseite einen leichten Grauschimmer und fühlen sich samtig an.
Die Gerbstoffe der Blätter eignen sich für kosmetische Produkte, vor allem bei grober und unreiner Haut wirken sie porenverengend und straffend. Einen Absud kann man auch als Badezusatz einsetzen.
Als Räucherpflanze wirkt sie harmonisierend und beruhigend vor allem bei Albträumen.
Hildegard von Bingen: Die Frucht wird leicht verdaut, aber wenn jemand an der Lunge leidet und hustet, so nehme er von den Brombeerblätter, füge Honig bei und koche im guten Wein. Nach einer vollen Mahlzeit trinke er davon, der Schleim wird sich lösen.
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