Schwach giftig
Wirkung:
entzündungshemmend, tonisch
Anwendungsbereiche:
Lungenbeschwerden, Husten, Erkältungen, nervliche Erschöpfung, Augenkrankheiten, innere Blutungen, zu starke Menstruation, Hautquetschungen, entzündete Augen, bei mangelnder Konzentration, Atemwegsprobleme
Verwendete Pflanzenteile:
blühendes Kraut
Sammelzeit:
Mai bis Juli
Zu finden:
An Wald- und Wegrändern, Waldschläge und Gebüschen oder in Gärten.
Inhaltsstoffe:
Alkaloide, Kalium
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel Vergissmeinnicht-Blüten mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und dann 10 Minuten ziehen lassen. 1 Tasse pro Tag ist ausreichend.
Das Wald-Vergissmeinnicht ist eine bis zu 45 Zentimeter hohe krautige Pflanze. Sie hat einen verzweigten, aufrechten Stängel. Die Laubblätter sind wechselständig, wobei die Rosettenblätter gestielt und die Stängelblätter sitzend sind. Die Blätter sind kurz behaart. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch mit einer doppelten Blütenhülle. Der Kelch ist locker behaart, die längsten Haare sind 0,2 Millimeter lang. Die Blüten stehen in einer aufrechten Scheinrispe, die Krone ist anfangs rötlich violett und später himmelblau. Die Blütezeit ist von Mai bis Juli. Die Klausenfrucht zerfällt in vier Klausen, die unter 1,7 Millimeter lang sind.
Das Wald-Vergissmeinnicht ist eine ausdauernde Halbrosettenpflanze und Waldpflanze, deren Blätter stabilisierend wirken, und sich vegetativ durch kurze, oberirdische Ausläufer vermehrt.
Das enthaltene curareartige Alkaloid ist ein wenig giftig, aber nicht so, dass es gefährlich werden könnte.
Zu unterscheiden sind das Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis), das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis paustris), das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) und das Berg-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris, Myosotis nemorosa). Es gibt weltweit etwa 50 Myosotis-Arten, von denen 41 auch in Europa vorkommen.
Das Acker-Vergissmeinnicht ist nur zweijährig, aber auch die heilkräftigere Pflanze von allen Arten.
Wenn ein Mann einer Frau einen Strauß Vergissmeinnicht überreicht, so ist dies eine poetische Liebeserklärung.
Sorten einiger Arten werden als Zierpflanze in Parks und Gärten genutzt. Bis ins 19. Jahrhundert wurden die Arten kaum unterschieden. Seit dem 16. Jahrhundert wird häufig das Sumpf-Vergissmeinnicht und seltener das Acker-Vergissmeinnicht abgebildet. In älteren Schriften wird das Vergissmeinnicht als Wildpflanze bezeichnet. Ab circa 1830 wurden Vergissmeinnichte in England und Deutschland als Gartenzierpflanze gezüchtet. Das Garten-Vergissmeinnicht stammt vom Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica). Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden viele Sorten.
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