Wirkung:
stopfend, harntreibend, entzündungshemmend
Anwendungsbereiche:
Entzündungen im Magen-Darm-Trakt, Durchfall, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, regt die Nieren und die Blase an, Hautkrankheiten, Rheuma, Schleimhautentzündungen des Mundraumes und des Halses, Ekzeme, unreine Haut, Juckreiz, Verbrennungen, frische Wunden, eiternde Wunden, Hämorrhoiden
Verwendete Pflanzenteile:
die Rinde junger Äste
Sammelzeit:
im Herbst
Zu finden:
Die alten Ulmen sind kaum noch zu finden, da sie von einer bösen Krankheit betroffen sind.
Das Ulmensterben, auch Holländische Ulmenkrankheit genannt, ist eine Pilzkrankheit, die durch den Erreger Ophiostoma novo-ulmi (Ceratocystis ulmi) hervorgerufen wird. Man sollte daher bei der Sammlung aufpassen, dass die Ulmen gesund sind.
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Flavonoide, Phytosterin, Schleimstoffe, Bitterstoffe, Kalium
Sonstiges:
☕ Tee: 1/2 Rinde mit 1/4 Liter kaltem Wasser zustellen, zum Kochen erhitzen und noch einige Minuten ziehen lassen. 1 Tasse pro Tag ist ausreichend.
Die Feldulmen können über 500 Jahre alt und mehr als 35 Meter hoch werden. Ihr Stammdurchmesser erreicht über 2 Meter. Die Zweige entwickeln auffällige Korkleisten. Junge Zweige sind olivgrün bis rotbraun und anfangs behaart. Die Borke ist braun-grau und rissig. Die Blätter sind eiförmig bis elliptisch, haben 8 bis 14 Seitennerven und sind asymmetrisch. Die Oberseite der Blätter ist dunkelgrün, die Unterseite heller. Die Blüten sind rötlich-violett oder grün-rötlich, stehen büschelig und erscheinen vor dem Blattaustrieb. Sie sind zwittrig, haben 4 bis 5 Staubblätter und eine weiße bis rötliche Narbe. Der Fruchtknoten ist oberständig und die Blüten werden durch den Wind bestäubt. Die Flügelnüsse sind ringsum geflügelt, tragen einen Samenkörper und verbreiten sich ebenfalls durch den Wind. Die Blütezeit ist von März bis April, die Früchte reifen von Mai bis Juni.
Die Ulme ist im ganzen mitteleuropäischen Kulturkreis ein Symbol für schützende Mächte. In Gärten pflanzt man eine Zauberulme, die den ganzen Bereich vor schlimmen Einflüssen schützt.
In der Tierheilkunde verwendet man die zu Pulver zerriebene Ulmenrinde innerlich bei Koliken von Pferden, Kühen und Schafen.
Die Feldulme wird häufig zur Heckenpflanzung genutzt und stark beschnitten. Dabei kommen vor allem in Holland gezüchtete Varianten zum Einsatz, die meist durch Wurzelsprosse vermehrt werden.
In der Küche können von der Feld-Ulme die jungen Blätter roh oder gegart in Salaten und Wildgemüsegerichten gegessen werden. Die späteren Blätter werden dann zu bitter und fest. Ebenso können die grünen und zarten Früchte gegessen werden. Aus der inneren Rinde wurde früher Kochgemüse gemacht und sie wurde zum Strecken vom Mehl verwendet.
Früher wurden die Blätter als Tabakersatz geerntet und genutzt.
Die 11. Bachblüte ist die Ulmenblüte „Elm“: Sie ist die Blüte der Verantwortung. Sie ist angebracht, wenn man glaubt, seiner Aufgabe nicht mehr gewachsen zu sein, und an den eigenen Fähigkeiten Zweifel hat.
2019 war die Ulme Baum des Jahres.
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