Nachtviole (Hesperis matronalis)

Gering Giftig

Wirkung:

harntreibend, schweißtreibend, antiskorbutisch, diaphoretisch

Anwendungsbereiche:

Husten, Brustkrankheiten, zur Teeverschönerung in Blasen- und Nierentees und in Tee für eine schöne Haut. Flüssigkeitsstau, denkbar bei Harnsäure- und Stoffwechselstörungen, eitrigen Entzündungen der Haut, Talgdrüsen

Verwendete Pflanzenteile:

blühende Triebspitzen, Samen

Sammelzeit:

Juni bis August

Zu finden:

Die Nachtviole ist eine Mittelmehrpflanze und manchmal in unseren Gärten zu finden, oder in der Nähe von trockenen Gebüschen, an Zäunen oder Mauern.

Inhaltsstoffe:

ätherische Öle,  Cardenolid-Glykoside und Senföl-Glykoside

Sonstiges:

Die Gewöhnliche Nachtviole ist eine zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanze, die 40 bis 100 Zentimeter hoch wird. Ihre Wurzel ist spindelförmig und oft mehrfach. Der aufrechte Stängel ist meistens verzweigt und kann kahl oder leicht behaart sein. Die Laubblätter sind grundständig, eiförmig bis lanzettlich und können spitz oder gezähnt sein. Die Blattstiele werden von der Basis zur Spitze hin kürzer. Die Pflanze blüht von April bis Juli mit vielen Blüten in Trauben, die einen Durchmesser von 1,5 bis 2,5 cm haben. Die vier violetten Kelchblätter haben grünliche Spitzen, während die Kronblätter länglich sind. Die Blüten sind abends und nachts intensiv, aber angenehm duftend. Die Samen entwickeln sich in langen Schoten, die 40 bis 100 mm lang sind und etwa 3 mm große Samen enthalten.

🛑 Die Gewöhnliche Nachtviole ist in allen Teilen giftig, besonders aber die Samen. Ihr Gefährlichkeitsgrad wird allerdings als gering eingestuft. Sparsam verwendet können jedoch einige Teile der Pflanze verzehrt werden.

Die Nachtviole nimmt man manchmal zum Räuchern.

Der Name ist nicht einfach nur so, die Pflanze duftet erst bei Nacht und zieht so manchen nachtaktiven Schmetterling an. Die Nachtviole ist eher eine Duftpflanze statt eine Heilpflanze.

Die Duftpflanze ist essbar, man kann die Blüten und Blätter in Salaten verwenden.

In der Küche können die jungen Blätter, vor der Blüte, roh gegessen werden oder in Salaten. Die Samen der Gewöhnlichen Nachtviole haben einen scharfen Geschmack ähnlich dem der Brunnenkresse und können auch zu Salaten gegeben werden.

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