Wirkung:
immunstärkend, blutbildend, krebswirksam, beruhigend, Blutgefäße erweiternd
Anwendungsbereiche:
Immunsystem, Krebs, Anti-Aging, Blutfett- und Blutzuckerwerte senkend, beruhigt überreizte Nerven, stärken die Lymphozyten, regt die bilden weiße Blutkörperchen an, verbessert Arteriosklerose, Leberleiden und Hepatitis B, Blutungen, Ödemen, Schockzustände, Grippe, Halsschmerzen
Verwendete Pflanzenteile:
frisches Blatt
Sammelzeit:
bei Topfpflanzen von Januar bis Dezember, bei Gartenpflanzen während der gesamten Vegetationsperiode
Zu finden:
Die Schlingpflanze stammt aus China. Bei uns ist sie in Gartencenter zu finden und kann man in Kübeln oder in den Garten pflanzen.
Inhaltsstoffe:
82 Gingseng-Saponine (Gypenoside, Ginsenoside), Spurenelemente, Aminosäuren, Glykoside, Polysaccharide, Vitamine
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel getrocknete Blätter oder 2 frische Blätter mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 3 bis 5 Minuten ziehen lassen, schluckweise vor einer Mahlzeit trinken. Bis zu 1 Liter pro Tag sind möglich.
Täglich 1 bis 5 frische Blätter essen oder 1 bis 3 Tassen Tee trinken.
Das Kraut der Unsterblichkeit oder Jiaogulan ist eine kletternde Pflanze, die bis zu 8 Meter lang werden kann. Sie breitet sich mit Rhizomen und Wurzelknollen aus und hat rippige Sprossachsen. Die Blätter sind eiförmig bis rundlich, einfach bis gefiedert und bestehen aus bis zu neun Blättchen. Das größte Blättchen ist 4 bis 14 cm lang und 2 bis 5 cm breit. Gynostemma pentaphyllum ist zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die Blütenstände sind bis zu 30 cm lang, weibliche Blüten sind kleiner und die Blüten sind fünfzählig mit kleinen Tragblättern. Der Fruchtknoten der weiblichen Blüten ist unterständig und die Früchte sind runde, glatte Beeren mit einem Durchmesser von 5 bis 8 mm, die bei Reife dunkelgrün bis schwarz werden. Die Samen sind bis 4 mm lang und die Früchte öffnen sich mit drei Klappen.
🛑 Schwangere sollten auf Jiaogulan verzichten, genauso wie Säuglinge und Kleinkinder da die Pflanze bei uns noch wenig erforscht ist.
Das Kraut der Unsterblichkeit stammt aus China und ist ein Nationalgetränk in einer abgeschiedenen Bergregion des riesigen Landes. In Xianxao, so heißt dieser Landstrich, gibt es überdurchschnittlich viele (gesunde!) über 100-Jährige, die Krebsrate ist außergewöhnlich niedrig. Erst vor ca. 15 Jahren wurde sie neu entdeckt und als eines der zehn wichtigsten tonisierenden Kräuter der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) gewählt.
In der Küche Thailand und China´s werden frische Blätter als Salat oder spinatähnlich verwendet.
Das Unsterblichkeitskraut wird in der traditionellen chinesischen Medizin zur Ausleitung von Hitze, Ergänzung des Geistes, Lösung von Giftstoffen, Senkung des Blutzuckerspiegels und zum Schutz der Leberfunktion eingesetzt, mit modernen Indikationen wie Hyperlipidämie in China, jedoch sind die wissenschaftlichen Belege bislang auf Tierversuche beschränkt; in Europa hat die Pflanze keine medizinische Zulassung und wurde früher als Nahrungsergänzungsmittel vermarktet, wird jedoch jetzt als „Duftkraut“ eingestuft, da die EU eine Zulassung für Novel Foods fordert.
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