Jasmin (Jasminum officinale)

Wirkung:

antiseptisch, krampflösend, stimmungsaufhellend, aphrodisierend

Anwendungsbereiche:

regt die Gebärmutter an, harmonisiert Frauenerkrankungen, regt den Milchfluss an, Depressionen, Kopfschmerzen, Neuralgien wie Trigeminus- und Facialisneuralgie, Reizblase, Reizbarkeit

Verwendete Pflanzenteile:

Blüten

Sammelzeit:

August, September

Zu finden:

In vielen Parks und botanischen Gärten blühen Jasminsträucher. Manchmal ist es möglich, auf Anfrage einige Blüten zu erhalten bzw. sammeln zu dürfen. Auch nach Hause in den Garten kann man sich Jasmin holen.

Inhaltsstoffe:

ätherisches Jasminöl mit Benzylacetat, Benzylalkohol, Indol, Linalool, Linalylacetat

Sonstiges:

Der Jasmin ist ein sommergrüner Strauch, der 0,4 bis 5 Meter hoch wird und bis zu 10 Meter klettern kann. Die Laubblätter sind grün, wachsen gegenständig und bestehen aus fünf bis sieben Blättchen, die eiförmig bis elliptisch sind und 1 bis 6,5 Zentimeter lang werden. Die Blüten sind weiß, duftend und stehen einzeln oder in Büscheln. Sie haben eine doppelte Blütenhülle, sind etwa 2,5 Zentimeter breit und blühen von Juni bis September. Es entstehen runde bis ellipsoide, dunkelrote Beeren, die bei Reife schwarz werden.

Jasmin ist seit Jahrtausenden das Liebesmittel schlechthin. Die Pflanze macht zur Liebe bereit, und zwar in Form von Tee, als Gewürz oder als ätherisches Öl in der Duftlampe.

Jasminblüten sind auch getrocknete Duftspender und geben jedem normalen Tee eine exotische Duftnote. Der Duft entfaltet sich besonders dann wenn er aufgebrüht wird.

Achtung Nicht mit anderen Arten verwechseln!!! Der falsche Jasmin (Gelsemium sempervirens) gehört zu den Loganiaceae, Brechwurzgewächsen und hat gelbe Blüten. Er ist eine stark giftige Pflanze, die nur homöopathisch verwendet wird. Wenn ihr euch wirklich einen Jasmin zulegen möchtet, schaut immer auf den lateinischen Namen und das es der Echte ist. Möchtet ihr ihn im Tee verwenden, könnt ihr Blüten in der Apotheke oder Online bestellen.

Der Jasmin wird wegen seiner schönen und duftenden Blüten als Zierstrauch angebaut. Das ätherische Öl, das durch Lösungsmittel als Absolue gewonnen wird, findet Verwendung in der Aromatherapie, in der Parfumherstellung und als Aroma für Jasmintee oder Maraschinokirschen. Im Orient und in China werden seit Jahrtausenden duftende Öle aus den Jasminblüten gewonnen, was sich auch in seinem persischen Namen jāsamin oder jāsaman zeigt, der auch im Arabischen verwendet wird. Er kam im 16. Jahrhundert aus der Türkei über Italien nach Mitteleuropa.

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