Wirkung:
aufbauend, stärkend, potenzsteigernd, krafterzeugend
Anwendungsbereiche:
hebt das allgemeine Wohlbefinden, kräftigt das Immunsystem, Potenz
Verwendete Pflanzenteile:
6- bis 8-jährige Wurzeln
Sammelzeit:
Herbst
Zu finden:
Die Heimat der Pflanze ist in Nordkorea und die Mandschurei. Ginsenganbau wird seit einiger Zeit von mitteleuropäischen Bauern betrieben, erfordert aber eine große Sachkenntnis und viel Fingerspitzengefühl. Es ist sehr schwer an eine frische, wirkstoffreiche Wurzel heranzukommen.
Inhaltsstoffe:
30 Ginsenoside = Saponine, ätherisches Öl, Zucker, Stärke, Östrogen Tannin, Bitterstoffe, Vitamine, Germanium
Sonstiges:
☕ Tee: 1 g Wurzelpulver wird mit 100 ml siedendem Wasser aufgegossen. 1 bis 2 Tassen am Tag wirken belebend.
Die Panax-Arten sind unbewehrte, ausdauernde, krautige Pflanzen mit einfachen Stängeln, die am Grund Schuppen besitzen und gedrungene Rhizome bilden. Sie haben drei bis fünf Laubblätter in einem Wirtel. Die handförmig zusammengesetzten Blattspreiten zeigen ganze, gesägte oder gezähnte sowie fiederlappige Teilblätter. Panax-Arten bilden einen endständigen, doldigen Blütenstand mit zwittrigen oder bei andromonözischen Arten sowohl zwittrigen als auch männlichen Blüten. Die Blütenstiele sind bei zwittrigen Blüten gegliedert, während sie bei männlichen Blüten ungegliedert bleiben. Die radiärsymmetrischen Blüten sind fünfzählig, mit verwachsenen Kelchblättern und kurzen Kelchzähnen. Die freien Kronblätter überlappen sich dachziegelartig, und es gibt fünf Staubblätter. Meist sind zwei oder drei Fruchtblätter zu einem unterständigen, meist zwei- oder dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen, der in jeder Kammer zwei hängende Samenanlagen enthält. Die Anzahl der Griffel entspricht der der Fruchtblätter, und sie sind vollständig oder nur an der Basis verwachsen. Die kugeligen, manchmal zusammengedrückten oder dreieckigen Steinfrüchte enthalten gleich viele Samen wie Fruchtblätter, während die glatten Samen seitlich zusammengedrückt sind und ein glattes Endosperm aufweisen.
Die Art Panax zingiberensis ist von der IUCN als stark gefährdet eingestuft. Der Amerikanische Ginseng (Panax quinquefolius) und die russischen Populationen des Ginseng (Panax ginseng) stehen unter dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES und unterliegen Handelsbeschränkungen, die Ein- und Ausfuhrgenehmigungen sowie den Nachweis der Unschädlichkeit für den Bestand erfordern.
🛑 Bei zu hoher Dosierung kann es zu Schlaflosigkeit, Nervosität und Durchfall kommen!!! Ginseng ist nicht für den Dauergebrauch bestimmt, man sollte nach 3 Monaten einige Zeit aussetzen, jüngere Menschen schon nach 2 Monaten. Zudem soll man auf Kaffeekonsum und andere anregende Stoffe verzichten, auch die Wechselwirkung mit Medikamenten ist zu beachten und in der Schwangerschaft sollte man Ginseng nicht einnehmen.
In Kosmetischen Produkten ist Ginseng zu finden, er fördert die Hautdurchblutung und damit den Alterungsprozess.
Wem Ginseng zu teuer ist und sie nicht als Pulverform nutzen möchte, der kann es auch mit der Taigawurzel probieren. Die Taigawurzel gehört zur selben botanischen Familie wie der Ginseng und kam in den letzten Jahren häufig als der „bessere“ Ginseng oder als „sibirischer“ Ginseng in den Handel. Der immer grüne Strauch, der auch bei tiefen Temperaturen nicht schlapp macht. Der Wurzelstock wird im Oktober oder im Frühjahr geerntet und gilt in der Form von Tee oder Tinktur als eines der besten Mittel gegen Stress und Leistungsabfall.
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