Wirkung:
kreislauffördernd, gedächtnisverbessernd, konzentrationsverbessernd, durchblutungsverbessernd
Anwendungsbereiche:
verbessert die Gehirndurchblutung, verbessert die Gedächtnisleistung, Demenz, Durchblutungsstörungen mit arteriellen Verschlüssen, vermindert die Neigung zu Thrombosen in Venen und Arterien; wirkt den arteriellen Durchblutungsstörungen in den Beinen, vor allem bei älteren Menschen, entgegen; wirkt auf die Mikrozirkulation in der Bindehaut der Augen, Kopfschmerzen, Depressionen, Taubheit (Innenohrstörungen), Hormonstörungen, Auswirkungen von Diabetes, Schlafstörungen älterer Menschen, Kältegefühl in den Gliedmaßen, Herzrhythmusstörungen, Venenschwäche, Hämorrhoiden, Asthma, Bronchitis, Husten, Frostbeulen, Tuberkulose, Geschlechtskrankheiten, nervöse Mägen, Hauterkrankungen, nervöse Zustände
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Nüsse
Sammelzeit:
Sommer bis Herbst
Zu finden:
In Japan und China ist seine Heimat, wo auch die ältesten 1000-jährigen Bäume stehen. Ginkgogewächs, kann über 1000 Jahre alt werden und 40 Meter hoch.
Manchmal findet man den Baum in Parkanlagen und Botanischen Gärten.
Inhaltsstoffe:
Flavonolglykoside, Ginkgolide, Bilobalid, Proanthocyanide, Terpenlactone, Ginkgolsäuren
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel Ginkgo (2 Teelöffel vom frischem Blatt) zerkleinern und mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 3 Tassen pro Tag, wenn man das Pulver nicht nehmen möchte.
Der Ginkgo ist ein sommergrüner Baum, der im Herbst seine Laubblätter abwirft und bis zu 1000 Jahre alt werden kann. Er erreicht Wuchshöhen bis über 60 Meter und Brusthöhendurchmesser (BHD) von über 5 Metern, wobei die meisten Exemplare nicht höher als 40 Meter werden. Junge Bäume wachsen schlank und gerade, während ältere Bäume mit der Zeit eine breite, sich nach oben verjüngende Krone bilden. Ginkgo-Holz ist harzfrei, weich und leicht mit einer feinen Textur und wird für Schnitzerarbeiten und Paneele verwendet. Die dunkelgraue Borke älterer Bäume ist rau, tief gefurcht und schwer entflammbar. Ginkgo hat dicke Feinwurzeln von über 0,5 Millimetern, die von Wurzelhaaren bedeckt sind. Die Laubblätter sind fächerförmig und variieren in der Form. Diese Bäume sind zweihäusig, blühen im März und haben männliche und weibliche Pflanzen, die bis zur Geschlechtsreife nicht zu unterscheiden sind. Die Samenanlagen, die nach der Befruchtung entstehen, haben eine unangenehme Geruch und enthalten Fettsäuren, die Hautreizungen verursachen können.
🛑 In ganz seltenen Fällen können Ginkgoextrakte zu Kreislaufstörungen (Herzklopfen, Schwindel, Kopfschmerzen) und allergischen Hautreaktionen führen. Ansonsten muss Ginkgo zu den risikoarmen psychoaktiven Pflanzen gezählt werden.
Ginkgo ist der heilige Baum der Asiaten. Die gerösteten Samen waren früher ausschließlich dem Kaiser von China, aber auch den heiligen Männern als besonderer Tribut zugedacht. Die uralten Bäume stehen heute noch in den Tempelanlagen und haben zum Teil einen Umfang von bis zu 10 Metern. Aus dem Holz werden Gegenstände geschnitzt und gedrechselt, die ausschließlich mit Kult zu tun haben. Buddhistische Altäre, Figuren oder auch die Gegenstände für die heilige Teezeremonie werden daraus gefertigt.
Der große „heilige“ Ginkgobaum in Hiroshima überlebte die Atombombe und zeigte damit, wie viel Kraft sich die Art in den Millionen Jahren ihres Lebens auf der Erde angeeignet hat. Der Fächerblattbaum hat sämtliche Katastrophen der Erdgeschichte überdauert und gilt als die älteste Baumpflanze, als biologisches Glied zwischen Nadel- und Laubgehölzen. Schon als die Dinosaurier lebten, als es noch gar keine Menschen gab, hat Ginkgo existiert und wird deshalb von vielen liebevoll als „Urvater“ der Bäume bezeichnet.
Er übersteht Abgase und ist gegen Pilze, Viren und Bakterien immun.
Dieses Baumes Blatt, der von Osten meinem Garten anvertraut, gibt geheimen Sinn zu kosten, wie´s den Wissenden erbaut. Ist es ein lebendig Wesen, das sich in sich selbst getrennt? Sind es zwei, die sich erlesen, dass man sie als eines kennt? Solche Fragen zu erwidern fand ich wohl den rechten Sinn. Spürst du nicht an meinen Liedern, dass ich eins und doppelt bin?
(aus dem Westöstlichen Diwan von Johann Wolfang von Goethe)
Ginkgo und Knoblauch verbessern die periphere (an den Randgebieten des Körpers liegende) Durchblutung, Weißdorn die koronare (die Venen der Herzwand betreffend), Rosskastanie die venöse Durchblutung.
Sollte eine Operation geplant sein, muss der Einsatz von Heilkräutern mitgeteilt werden. Ginkgo, aber auch Knoblauch und Ginseng, verstärken bei Operationen die Neigung zu Blutungen.
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