Wirkung:
duftend, hustenstillend, antibakteriell, antiviral
Anwendungsbereiche:
Atemwegsinfektionen, Bronchitis, Immunstimulans bei akuten und chronischen Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, Leberbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Ekzeme, Tuberkulose, Erkältungskrankheiten, Völlegefühl, verdorbener Magen, Halsschmerzen, Heiserkeit
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter und Blüten
Sammelzeit:
Frühling bis Herbst
Pflege und Konservieren:
Blätter vor der Blüte abnehmen und im Halbschatten trocknen. In Glasgefäßen aufbewahren. Geranien immer in Töpfen ziehen, da sie im Spätherbst ins Haus genommen werden müssen. Bevor man sie in einem hellen Raum überflüssige Blätter entfernen und sehr wenig gießen.
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Cumarine, Phenolverbindungen, Gerbstoffe, Proanthocyanidine, Umchalin, Flavonoide, Amine, Kieselsäure
Sonstiges:
Der Volksname von der Geranie ist Umckaloabo, was vielen bekannt sein sollte aus der Werbung und vom Arzt oder Apotheker.
Pelargonium-Arten sind einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, selten Halbsträucher oder Sträucher; viele verholzen im Alter. Einige Arten sind sukkulent und enthalten ätherische Öle. Die Laubblätter sind meist wechselständig, die unteren meist gegenständig, und in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die behaarten Laubblätter sind einfach oder zusammengesetzt, oft gelappt oder geteilt. Es gibt Nebenblätter. Die Blüten stehen oft in dolden Blütenständen, auf langen Blütenstandsschäften, und haben Hochblätter. Sie sind zwittrig, zygomorph und fünfzählig mit einer doppelten Blütenhülle. Die meist fünf Kelchblätter sind teilweise mit dem Blütenstiel zu einer Nektarröhre verwachsen, die in der Länge variieren kann. Die fünf Kronblätter sind meist frei, die oberen zwei unterscheiden sich deutlich von den drei unteren. Bei Pelargonium fehlt ein Diskus. Es gibt zwei Kreise mit jeweils fünf Staubblättern, von denen nur zwei bis sieben fertil sind, während die anderen zu Staminodien reduziert sind. Fünf Fruchtblätter bilden einen oberständigen Fruchtknoten, mit fünf Griffeln, die miteinander verwachsen sind und den „Schnabel“ mit fünf Narben bilden. Bei der Reife bleiben die inneren Teile der Fruchtblätter als Mittelsäule stehen, während sich die äußeren Teile abheben und Samen umschließen. Die Frucht ist eine Spaltfrucht, die in fünf einsamige Teilfrüchte aufspringt.
Bei uns ist eher unbekannt, dass Pelargonien, vor allem die Duftpelargonien, hervorragende Grundstoffe für die Kosmetik liefern und auch aus der Aromatherapie nicht mehr wegzudenken sind. Das Blatt wird zum Würzen verwendet (in Wasser ausgezogen) und passt in Essig, Pudding, Eis, Marmeladen und Kuchen.
Europäische Forscher befassten sich mit der Pflanze etwas genauer und entdeckten neue, bisher unbekannte Naturstoffe, die die Funktion eines pflanzlichen Antibiotikums übernehmen.